Modul 4: Erwachsene mit HFA

Erwachsene mit hochfunktionalem Autismus in psychosozialer, psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung – Hintergrund, Diagnostik und Therapie

Referent: Dr. Dr. Andreas Riedel

Während sich über die letzten Jahre für Kinder und Jugendliche mit hochfunktionalen Autismusformen ein breites Angebotsspektrum entwickelt hat, hinkt die Versorgungssituation für Erwachsene nach wie vor deutlich hinterher. So sucht man beispielsweise in den fachärztlichen Ausbildungskatalogen vergeblich nach der Diagnose "Autismus", und dementsprechend sind ambulante Psychiater oder Psychotherapeuten, die bereit sind, mit Menschen aus dem Autismusspektrum zu arbeiten, nach wie vor eine Rarität. Im Rahmen von ambulanter und stationärer psychosozialer, psychiatrischer oder psychotherapeutischer Begleitung und Behandlung stellt sowohl das Erkennen, als auch die Behandlung von Menschen mit hochfunktionalen Autismusformen eine große Herausforderung dar, die häufig aus persönlicher Unsicherheit nicht angenommen wird, obwohl dies sich mit Sicherheit sowohl für den Betroffenen als auch für den Behandler lohnt.

Die angebotene Weiterbildungsveranstaltung möchte für alle Interessierten eine vertiefte Einführung in die Thematik "Diagnostik und Behandlung von Erwachsenen mit hochfunktionalem Autismus" geben und dabei dazu beitragen, Hemmschwellen zu senken, Vorurteile abzubauen und ein Gefühl von Grundsicherheit im Umgang mit Erwachsenen aus dem Autismusspektrum zu etablieren. Dabei sollen Schwerpunkte auf das Verstehen von Autismus an sich, auf Grundlagen der Diagnostik und Prinzipien des therapeutischen Herangehens gelegt werden. Weiterhin soll auf autismustypische Probleme, Missverständnisse und Fallstricke in der (therapeutischen) Kommunikation näher eingegangen werden. Die Veranstaltung ist explizit offen für Teilnehmer verschiedener Fachdisziplinen und therapeutischer Schulen, da die Arbeit mit Erwachsenen aus dem Autismusspektrum aus verschiedensten Perspektiven heraus möglich ist und in ihrem Gelingen deutlich mehr von der menschlichen Offenheit des Behandlers abhängt als von der Art seiner Ausbildung. Es besteht auch die Möglichkeit, Fallvignetten ausführlich zu erörtern.

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